Mobbing

Mobbing ist fies, feige und gemein!
Mobbing kann immer beendet werden – manchmal braucht man Unterstützung dabei!

Niemand verdient es, gemobbt zu werden!

photocase_id_369880_mobbingWas versteht man eigentlich genau unter „Mobbing“?
Mobbing stammt eigentlich aus dem Englischen und bedeutet soviel wie Anpöbeln/Fertigmachen.
„Mob“ ist die englische Bezeichnung für „Pöbel“.
Grundsätzlich gibt es in Fachbüchern oder im Internet viele Definitionen von Mobbing, die im Kern stets folgende Gemeinsamkeiten aufweisen:

  1. Mobbing ist ein Verhaltensmuster, das regelmäßig über einen längeren Zeitraum auftritt und nicht nur einmal passiert. Besonders häufig betroffen sind Kinder und Jugendliche innerhalb der Schule, wo Betroffene während eines gesamten Schuljahres oder darüber hinaus entsprechendem Psychoterror ausgesetzt sein können. Mobbing beginnt häufig harmlos und setzt sich schleichend mit steigender Intensität fort.
  2. Das Charakteristische am Mobbing ist das ungleiche Machtverhältnis zwischen Täter_in (Mobber_in) und Opfer (Gemobbter/m). Der/die Täter_in ist dem Opfer überlegen z.B. durch Größe, Alter, Beliebtheit, Ansehen. Häufig sind es auch mehrere Täter_innen, die sich gemeinsam als Gruppe ein Mobbing-Opfer ausgesucht haben und somit auch zahlenmäßig überlegen sind.
  3. Mobbing hat viele Gesichter: die Täter grenzen ihre Opfer dabei durch Beleidigungen, Demütigungen, Anfeindungen, Verleumdungen, Ignorieren, Drohungen, oder auch körperliche und sexuelle Übergriffe systematisch aus. Die Liste böswilliger Handlungen, die kein anderes Ziel haben als das Opfer fertig zu machen, ist lang.
  4. Mobbing macht krank! Durch die zunehmenden psychischen und physischen Anfeindungen und Gehässigkeiten verliert der/die Betroffene automatisch Ansehen in der Gruppe und Selbstvertrauen in seine/ihre eigene Person. Zahlreiche psychosomatische Störungen (z.B. Schlafstörungen, Magenschmerzen, Muskelverspannungen) oder auch psychische Langzeiterkrankungen (wie Depression) können die Folge sein.

Mobbing in der Schule ist deshalb so belastend, weil die Schulpflicht in Deutschland Betroffenen ein Ausweichen schwer macht. Jeden Tag muss man sich als Gemobbte/r mit den Mobber_innen auseinandersetzen.
Wenn Mobbing-Strategien über das Internet (Facebook, E-Mails, etc.) oder über Handy ausgeübt werden, spricht man von sogenanntem „Cyber-Mobbing“. Mit wachsender Zunahme der Bedeutung von Social-Networks und Smart-Phones in unserer Gesellschaft werden auch viele Mobbing-Opfer vermehrt über diese Zugangswege geärgert oder gequält.
Egal in welcher Form das Phänomen Mobbing auch auftritt, es sollte keinesfalls verharmlost werden. Gegen Mobbing kann unter Umständen auch rechtlich vorgegangen werden. Der/die Betroffene benötigt Hilfe und Unterstützung von außen, sowie Tipps und Strategien, um mit dieser extrem belastenden Situation klar zu kommen, bzw. um sich daraus befreien zu können!