Cyber-Mobbing

photocase_id_198451_cybermobbingCyber-Mobbing (oder auch „Cyber-Bullying“ oder „Cyber-Stalking“ genannt) ist eine besondere Form des Mobbings, die über die sogenannten „Neuen Medien“ (Internet oder Handy) ausgeübt wird.

Die Strategie und Wirkung des Cyber-Mobbings gleicht im Grunde dem üblichen Mobbing-Verhalten: Der/die Gemobbte wird durch Drohungen, Beleidigungen, Verleumdungen etc. über einen  längeren Zeitraum „fertig gemacht“.

Im Gegensatz zum typischen Mobbing-Verhalten an Schulen endet Cyber-Mobbing nicht bei Schulschluss oder nach dem Heimweg von der Schule. Die Opfer werden per E-Mail, SMS, Chat, Instant Messenger oder Blogbeiträge bzw. Fotokommentare (z.B. auf Facebook) bedroht, beleidigt oder beschimpft. „Cyber-Mobbing“ kann bei den Betroffenen zu einer sehr starken Beeinträchtigung des Selbstwerts führen, sowie Ohnmachtsgefühle und psychische und/oder psychosomatische Krankheiten auslösen.

Das besonders fiese an dieser Form des Mobbings ist die Tatsache, dass es für den/die Täter_in einfach durchzuführen ist: Man kann völlig anonym dabei bleiben, muss seinem „Opfer“ nicht direkt begegnen oder ihm in die Augen schauen und kann dabei über das Internet in kürzester Zeit viele Empfänger_innen erreichen. Oftmals ist es den Täter_innen gar nicht bewusst, welch immensen Schaden sie mit ihren Attacken anrichten. Das Opfer sieht sich dem Ganzen völlig hilflos ausgesetzt.

Die Beispiele von Cyber-Mobbing reichen von einfachen verbalen Attacken per SMS oder E-Mail, über die Veröffentlichung von falschen oder intimen Behauptungen, bzw. Fotos und Filmen auf Sozialen Netzwerken, bis zu ganz konkreten Bedrohungen oder sexuellen Belästigungen.

Was für das Mobbing in der Schule oder im direkten sozialen Umfeld (Jugendtreff, Sportverein, etc.) gilt, trifft ebenso für das Cybermobbing zu.